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Gesund und gut gelaunt. Dank Wintergarten.

Der Wintergarten sorgt nicht nur für eine exklusive Wohnatmosphäre: Er hält auch gesund und beugt Stimmungstiefs und saisonalen Depressionen vor.

Sie ist umgeben von tropischen Blumen und üppigem Grün. Gedankenversunken liest die junge Frau in einem Buch. Frances Bannermanns «The conservatory» ist fast 150 Jahre alt. Genauso wie Paul Cézanne, Jane Maria Bowkett und viele andere Künstler wählte Bannermann als Kulisse für ihr Gemälde einen Wintergarten – und hauchte ihm so Leben ein. Schon damals waren Wintergärten beliebte Orte für romantische Treffen, freundschaftliche Runden oder um alleine und in aller Ruhe auszuspannen.

The conservatory

Gemälde «The conservatory» von Frances Bannermann, 1883.

Heilsame Wirkung früh erkannt

Und sie sind und waren weit mehr: Zur viktorianischen Zeit entdeckten die Engländer die heilende Kraft von Tageslicht, kombiniert mit üppig wachsenden Pflanzen. Deshalb bauten sie ihre Orangerien und Gewächshäuser zunehmend in Wohnräume um – der Wintergarten entstand. Ein Aufenthalt darin machte es möglich, auch in der kalten, trüben Winterszeit Tageslicht zu tanken und neue Kraft zu schöpfen. Es entstand ein völlig neues Lebensgefühl.

Münchner Residenz

Wintergarten im Dachgeschoss der Münchner Residenz (1868-69)

Heute, über 150 Jahre später, ist der gesundheitliche Nutzen von Wintergärten auch medizinisch erwiesen: Seit den 1980er-Jahren gilt Lichtmangel als anerkannte Ursache für die Winterdepression. Auch wer nicht zu einer ernsthaften Depression neigt, kann im Winter unter Stimmungstiefs, Müdigkeit, Leistungsabfall und Hungerattacken leiden.

Veränderter Hormonhaushalt

Schuld an der winterlichen Misere ist die geringere Dosis Licht, die ein Mensch üblicherweise bekommt. Denn die Zirbeldrüse schüttet bei Dunkelheit Melatonin, ein schlafförderndes Hormon aus. Bei Licht hingegen baut der Körper das Hormon wieder ab, wird wach und bekommt Lebenskraft. Fehlt ausreichend Licht, bleibt der Melatonin-Spiegel auch am Tag hoch und die Stimmung sinkt allmählich gegen Null. Studien haben auch gezeigt, dass die nächtliche Melatonin-Ausschüttung im Winter um etwa eine halbe Stunde länger dauert als im Sommer. Im Winter baut sich Melatonin also nicht nur schlechter ab, der Körper produziert zudem mehr davon.

Wegen der geringen Sonneneinstrahlung produziert der Körper zudem weniger Serotonin, ein Hormon, das stimmungsaufhellend wirkt. Die Serotonin-Produktion wird durch einige Lebensmittel wie zum Beispiel Bananen und Schokolade angeregt. Von daher kommt der Heisshunger auf Süsses während der dunklen Jahreszeit – und die damit verbundene, meist unerwünschte Gewichtszunahme.

Tageslicht hilft

Nur ein Weg führt aus dem Wintertief: ausreichend Licht. Dazu erforderlich ist Tageslicht. Denn auch an einem trüben, bedeckten Wintertag ist das Licht draussen rund sieben Mal stärker als in einem Büroraum und etwa 70 Mal stärker als in einem Wohnraum.

Beleuchtungsstärke

Wer im Winter täglich 30 Minuten Tageslicht geniesst, beugt Stimmungstiefs vor und gibt seinem Körper neue Lebenskraft. Menschen, die zur Winterdepression neigen, benötigen doppelt soviel – an einem bedeckten Tag. Bei Sonnenschein verkürzt sich die Zeit deutlich.

Mittlerweile bestätigen zahlreiche Studien, dass eine Lichttherapie bei rund 80 Prozent aller Patienten mit saisonaler Depression hilft. Die Lichttherapie ist deshalb bei Winterdepressionen die Behandlungsmethode erster Wahl. Und nicht nur das: Ärzte empfehlen auch gesunden Menschen, regelmässig für die tägliche Dosis Licht zu sorgen.

Einfacher und komfortabler als mit einem Wintergarten lässt sich die tägliche Lichtdosis nicht in den Alltag einbauen. Das haben längst auch Burnout-Zentren, psychiatrische Kliniken und Pflegeheime erkannt. Immer mehr setzen sie auf die heilende Kraft von Tageslicht und erweitern ihre Gebäude mit einem Wintergarten. So zum Beispiel das Pflegeheim Kirchdorf. Ausgerichtet gegen Süden, ermöglicht der Wintergarten beste Sicht auf das Panorama der Berner Alpen und die davorliegenden Felder und Wiesen.

Pflegeheim Kirchdorf

Der Wintergarten des Pflegeheimes Kirchdorf ist ein beliebter Treffpunkt für seine Insassen.

Pflegeheim Kirchdorf

Auch die beiden Hauskatzen lieben den Aufenthalt im Wintergarten des Pflegeheimes Kirchdorf.

Mehr als Wohlfühl-Oase

«Der Wintergarten ist der beliebteste Ort im Haus», bestätigt Heimleiterin Sonja Loosli Häner. Hier träfen sich die Bewohnerinnen und Bewohner für Gruppenaktivitäten, auf einen Schwatz oder einfach, um den Ausblick zu geniessen und auszuspannen. Der Wintergarten ist zudem rollstuhlgängig und ermöglicht es, dass auch behinderte Personen selbständig Licht und Natur geniessen können. «Nicht nur in der kalten Jahreszeit ist der Wintergarten unser zentraler Treffpunkt im Haus», erklärt Sonja Loosli. Er ermögliche es den Bewohnerinnen und Bewohnern, bei jedem Wetter Licht zu tanken. Und nicht nur das: «Unsere beiden Hauskatzen leben im Wintergarten und sorgen für eine lebendige Atmosphäre.» Die gesunde Mischung aus Licht, Natur und Geselligkeit macht aus dem Wintergarten mehr als nur ein Wohnraum oder eine Wohlfühl-Oase. Er übernimmt therapeutische Aufgaben.

So fördert der Wintergarten aktiv die Gesundheit der Heimbewohner und bringt sie zusammen, sorgt für sozialen Zusammenhalt.

Wintergarten

Wintergarten steigert Lebensqualität

Das tägliche Zusammenkommen und Sich-Austauschen ist in Gesundheitszentren, Spitälern und Pflegeheimen besonders wichtig. Obwohl für die körperliche und psychische Gesundheit zentral, fällt es nicht immer allen Bewohnerinnen und Bewohnern leicht, auf andere zuzugehen. Umso wichtiger ist es deshalb, einen Ort zu schaffen, der alleine schon wegen seiner Atmosphäre zum Verweilen einlädt. So kommen Kontakte von alleine zustande, einfach weil man gerne im Wintergarten ist und die Stimmung geniesst. Und die guten Lichtverhältnisse im Wintergarten haben einen weiteren Vorteil: So können besonders ältere Menschen in Wintergärten viel besser und entspannter als mit Kunstlicht lesen. Da sie oft gerne und viel lesen, verbessert ein Wintergarten die Lebensqualität deutlich.

Wintergarten

Gesunde Luft durch Pflanzen

Auch im privaten Bereich punktet ein Wintergarten nicht nur durch seine einzigartige Wohnatmosphäre, sondern macht die Hausbewohner fit und munter. Der tägliche Aufenthalt im Wintergarten hält Körper, Geist und Seele gesund und verringert die Auswirkungen von Stress und das damit verbundene Risiko eines Burnouts. Zudem kommt eine Studie der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA zum Schluss: Nicht nur das Licht, auch die Pflanzen im Wintergarten fördern die Gesundheit. Die «NASA Clean Air Study» hat gezeigt, dass Zimmerpflanzen zum einen für einen konstant hohen Sauerstoffgehalt in der Luft sorgen, zum anderen auch Giftstoffe daraus entfernen.

Wigi

Tief durchatmen im Wintergarten

Die Goldfruchtpalme beispielsweise befreit Luft von giftigen chemischen Substanzen wie Formaldehyd. Diese Verbindung kann aus verleimten Holzmöbeln austreten und Kopfschmerzen, Schwindel sowie Atemnot verursachen. Der Duft von Pfefferminze wiederum verbessert die Gedächtnisleistung, Zitronenmelisse erhöht die Produktion des schmerzhemmenden Hormons Noradrenalin, und der Duft weisser Gardenien wirkt antidepressiv. Auch Efeu empfehlen die NASA-Experten: Das widerstandsfähige Gewächs absorbiert flüchtige organische Kohlenstoffe und andere schädliche Chemikalien und reinigt die Luft. Gerade an Tagen mit hoher Feinstaub-Belastung bieten Wintergärten also die Möglichkeit, einmal tief durchzuatmen.

Der Wintergarten fördert also nicht nur Entspannung und geselliges Beisammensein, sondern sorgt auch für körperliches Wohlbefinden – die perfekte Kombination, um einer saisonalen oder durch Stress verursachten Depression vorzubeugen.

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